www.sv-og-traunreut.de

Ausbildung

VPG:

Die Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde (VPG) wird in den Stufen 1 bis 3 abgelegt, für die entsprechend die Ausbildungskennzeichen IPO 1 bis IPO 3 vergeben wird. In jeder dieser Stufen gliedert sich die Prüfung in drei Abteilungen:

  • Abteilung A – Fährte (Spur). Bei der Fährtenarbeit im Hundesport wird von einem Fährtenleger die Fährte als Spur (auf Wiese, Acker) gelegt. Dabei legt er auf der Fährte Gegenstände (Kunststoff, Holz, Leder, 5/1/0,5 cm) ab, die der Hund bei derAusarbeitung (dem Absuchen) entweder zu verweisen (passiv anzuzeigen) oder aufzunehmen hat. Der Hundeführer folgt dem Hund beim Fährten mit zehn Metern Abstand, dabei kann eine Leine genutzt werden. Je nach Ausbildungsstand des Hundes wird die Fährte vom Hund eine bestimmte Zeit (20 Minuten bis drei Stunden) nach der Fährtenlegung ausgearbeitet. Unterschieden wird zwischen Eigenfährte und Fremdfährte. Die Eigenfährte wird vom Hundeführer gelegt, der sie folglich kennt. Fremdfährte wird von einem Fährtenleger gelegt und ist dem Hundeführer nicht bekannt. Eine Fährte im Hundesport besteht aus mehreren geradlinigen oder bogenförmigen Abschnitten, den Schenkeln, sowie verschiedenen Winkeln zwischen diesen. Der Beginn einer Fährte heißt Abgang und wird durch einen Abgangsstab gekennzeichnet.
  • Abteilung B – Unterordnung (Gehorsam). Es ist in der heutigen Zeit wichtig einen zuverlässigen Partner an unserer Seite zu haben, der in verschiedensten Situationen wesensfest und sicher reagiert. Unser Hund soll sich Menschen und Hunden gegenüber neutral verhalten. In unseren Kursen lernen der Hundeführer und der Hund die wichtigsten Grundlagen für ein harmonisches Zusammenleben. Während der Übungsstunden werden Ihnen und Ihrem Hund, entsprechend des Alters und Ausbildungsstandes, folgende grundlegende Kommandos vermittelt: Leinenführigkeit, Freifolge, Sitz aus der Bewegung, Ablegen in Verbindung mit Herankommen, Ablegen unter Ablenkung. Werden alle Übungen ausgeführt ist es möglich sein Erlerntes mit einer Begleithundeprüfung zu belegen. Die Prüfung besteht aus einen theoretischen und praktischen Teil und bildet die Grundlage für weitere Aktivitäten mit Ihrem Hund, z.B. im Bereich Agility, Fährten oder Schutzdienst.
  • Abteilung C – Schutzdienst (Verteidigung). VPG ist die Abkürzung für Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde. Neben Unterordnung und Fährten ist der Schutzdienst ein Bestandteil der Ausbildung im VPG- Bereich. Warum Schutzdienst? Beute jagen, fangen, erkämpfen und verteidigen war für den Urahn des Hundes lebensnotwendig. Dieses natürliche Verhalten ist bei den meisten unserer Haushunde noch immer ausgeprägt. Und genau dieses kann der Hund im Schutzdienst ausleben. Der Mensch ist nicht das „Objekt der Begierde“, sondern der Schutzarm. Dieser lässt sich eigentlich durch einen Ball, Lederlappen oder eine Beißwurst ersetzen, womit auch in der Anfangsphase gearbeitet wird. Die Ausbildung erfolgt Schwerpunktmäßig auf Basis des Beutetriebes. Es handelt sich hierbei nicht um ein „Scharfmachen“ des Hundes, wie meist fälschlicherweise angenommen wird. Es ist lediglich ein Ausleben der vorhandenen Triebveranlagungen unter Gehorsam.

 

Agility:

Teamsport auf 6 Beinen

Ende der 70er Jahre als Pausenfüller bei Reitveranstaltungen gedacht, entwickelte sich Agility schnell zu einer der beliebtesten Sportarten mit dem Hund. Inzwischen kann das erlernte Können auf nationalen Turnieren und weiterführend auch auf diversen Meisterschaften unter Beweis gestellt werden.

Doch worum geht es bei diesem Sport eigentlich? Ziel ist es den Hund nur mit Wortsignalen und Körpersprache möglichst fehlerfrei durch einen vorgegebenen Parcours, der aus unterschiedlichen Geräten besteht, zu lenken. Dieser Parcours ist immer anders und das macht es so schwer, denn man weiß nie, was einen erwartet.

Zu den erwähnten Geräten gehören:

Wippe, A-Wand, Steg (Die auch als Kontaktzonengeräte bezeichnet werden. Die rot gekennzeichnete Zone dieser Geräte muss vom Hund mit mindestens einer Pfote berührt werden.), die Hürden, die Mauer, der Reifen, der Weitsprung sowie diverse Formen von Tunneln.

Das schwierigste Gerät in einem Parcours ist der Slalom. Es bedarf viel Zeit und Geduld bis ein Hund diesen richtig sicher beherrscht. Durch die Prüfungsordnung ist vorgegeben, dass der Hund beim jeweiligen Einfädeln in den Slalom die erste Stange immer links von sich hat. Hierbei verzettelt sich nicht nur der Hund mal gerne. :-)

Diese spaßbringende Sportart, erfordert Koordination von Mensch und Hund gleichermaßen. In regelmäßigen Trainingseinheiten wird das Vertrauen zwischen Mensch und Hund gestärkt. Kleine und große Erfolge krönen den Übungsalltag. Gezielte positive Bestätigung lässt den Hund freudig bei der Sache sein. Nichts desto trotz, der Aufbau eines Teams bis es zum ersten Mal auf einem Turnier starten kann, dauert je nach Intensivität des Trainings 1 - 2 Jahre. Agility ist Kopfarbeit für Hund und Mensch!